Sicher hast du auf einem Spaziergang mit deinen Eltern oder auf dem Schulweg nach einem kräftigen
Regenschauer schon mal einen Regenbogen am Himmel gesehen. Hier wollen wir herausfinden,
wie dieses Kunstwerk der Natur entsteht, und zum Abschluss zeige ich dir, wie du mit einfachen
Mitteln sogar selbst einen Regenbogen erzeugen kannst!
Das Licht, das uns die Sonne tagsüber spendet, wirkt meistens ziemlich weiß. In Wirklichkeit
verstecken sich aber auch in diesem Licht schon die prächtigen Farben, in denen ein Regenbogen
erstrahlt. Denn das Sonnenlicht setzt sich aus vielen verschiedenen Farben - die Forscher
sagen Wellenlängen - zusammen. Anders als bei deinen Wasserfarben, bei denen ein Gemisch
aus allen Farben schmutzig grau oder schwarz wird, ergeben alle Wellenlängen des Sonnenlichtes
unser typisches weiß-gelbliches Tageslicht.
Regenbögen - Eine farbenprächtiges Naturschauspiel
Was braucht es nun für einen schönen Regenbogen?
Erst einmal darf die Sonne nicht zu hoch am Himmel stehen. Im Sommer sind Regenbögen daher
höchstens abends und morgens zu sehen. Im Frühling, Herbst und Winter dagegen kann man auch
mittags Ausschau danach halten. Die zweite Voraussetzung ist ein kräftiger Schauer oder ein
Gewitter mit richtig dicken Regentropfen. Wenn es nun gerade noch regnet und die Sonne schon
wieder durch die Wolken guckt, stellst du dich so hin, dass du die Sonne im Rücken und den
Regen vor dir hast. Und mit etwas Glück siehst du nun an der Wolken- und Regenwand des
gerade abziehenden Schauers einen Regenbogen.
Und wie kommt das?
Die Lichtstrahlen der Sonne werden von den vielen, vielen Regentropfen in dem Schauer zurückgeworfen
- so ähnlich wie in einem kleinen Spiegel oder in einer Fensterscheibe. Man nennt
das reflektieren. Gleichzeitig wird das Licht in dem Wassertropfen gebrochen, wie
die Wissenschaftler sagen, und zwar abhängig von seiner Farbe und Wellenlänge. Das
heisst, dass die einzelnen Farben des Sonnenlichts unterschiedlich stark abgelenkt
werden und so nicht mehr als ein weisses Bündel sondern nebeneinander in dein Auge
treffen.
Abbildung: Einfache Skizze zur Entstehung eines Regenbogens
Deswegen siehst du alle Farben der Sonne: Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo
und Violett. Manchmal ist neben dem ersten Regenbogen noch ein zweiter, schwächerer
Nebenregenbogen mit umgekehrter Farbreihenfolge zu sehen. In diesem Fall wird das
Licht im Regentropfen zweimal reflektiert und gelangt erst dann in dein Auge.
Und warum ist der Regenbogen rund?
Das hat damit zu tun, dass das Licht in den Regentropfen nur in einem bestimmten Winkel
zu dir zurück geworfen wird. Im Badezimmerspiegel siehst du dich selbst nur, wenn du direkt
davor stehst. Beim Regenbogen ist ein Winkel von 42 Grad nötig und der wird in einem Kreis
erreicht, der meistens etwa zur Hälfte am Horizont zu sehen ist. Wenn du das Glück hast,
einmal aus einem Flugzeug heraus einen Regenbogen zu sehen, wird dir auffallen, dass
es eigentlich ein ganzer Regenkreis ist. Daher hat der Regenbogen auch keinen Anfang
und kein Ende. Leider findet man deswegen auch keinen Goldschatz am Ende eines Regenbogens,
wie die Legende es erzählt.
Regenbogen selbstgemacht
An einem sonnigen Tag kannst du auch selbst einen Regenbogen erzeugen. Dazu brauchst
Du nur einen Gartenschlauch mit Sprühdüse. Wenn du die Sonne im Rücken hast und auf den
sprühenden Gartenschlauch schaust, kannst du einen kleinen, schillernden und selbstgemachten
Regenbogen sehen. Den gleichen Effekt kann man manchmal auch an Wasserfontänen und Springbrunnen sehen.